Das Projekt » Rückkehr der Großraubtiere

Rückkehr der Großraubtiere

Ursprünglich waren Luchs und Wolf in weiten Teilen Europas verbreitet, verschwanden jedoch durch die Übernutzung und Störung ihrer Lebensgrundlagen und die aktive Nachstellung durch den Menschen aus weiten Teilen Mitteleuropas. Seit der Unterschutzstellung der Tierarten im letzten Jahrhundert kehren sie langsam in ihre angestammten Gebiete zurück. Dabei unterscheidet sich die Dynamik zwischen der Ausbreitung von Luchs und Wolf ganz erheblich: Wölfe zeigen eine große Bereitschaft, geeignete Gebiete auch weit abseits von etablierten Wolfsvorkommen durch natürliche Zuwanderung zu besiedeln, wohingegen Luchse sich bislang nur dort etabliert haben, wo sie aktiv durch Wiederansiedlungsprojekte zurückgebracht wurden.


Eurasischer Luchs

Europäischer Grauwolf

Im Jahr 2007 wurde auf Bundesebene beschlossen, die Diversität ausgewählter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten bzw. zu erhöhen, um Populationen zu einem sogenannten "günstigen Erhaltungszustand" zu verhelfen. In dieser Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt sind auch Luchs und Wolf enthalten. Die Rückkehr der Großraubtiere nach Deutschland birgt jedoch im Vergleich zu manch anderen Tierarten eine gewisse Brisanz. Diese ist teilweise in der nicht auszuschliessenden Interaktion zwischen den Tieren und uns Menschen bzw. unseren Nutztieren begründet und auf die stark polarisierende Wirkung der Großraubtiere in der Bevölkerung zurückzuführen (Lesen Sie mehr zur Konfliktanalyse).

Aufgrund des  großen Raumbedarfs und der damit verbundenen geringen Dichte der beiden Tierarten hängt die Rückkehr sehr stark von dem Überleben der einzelnen Individuen ab. Die Rückkehr ist somit nur möglich, wenn die Gefährdungsursachen für die Tiere entsprechend gering sind. Die größten Herausforderungen in benachbarten Populationen stellen Verluste durch Verkehr und durch illegale Tötungen dar.

Handlungsleitfaden Wolf für Baden-Württemberg

  • Grossraubtiere in Baden-Württemberg
Der Handlungsleitfaden gibt Orientierung beim Auftauchen einzelner Wölfe in Baden-Württemberg weiterlesen...
Artikel erschienen am: 01.01.2013 - Kommentare (0)

Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über die aktuelle Situation in Baden-Württemberg. Hier können Sie unseren Newsletter abonnieren.

Luchs- und Wolfsmonitoring

Bitte melden Sie Hinweise auf Luchs oder Wolf an die FVA:

Telefon: 0761 / 4018-274
Mobil: 0173 / 6041117
(täglich erreichbar)

Informationen zum Monitoring

© 2016 - ein Kooperationsprojekt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) unter Beteiligung von Jagd-, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein, um die Suche zu starten.

Luchs und Wolf in Baden-Württemberg, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Schwäbischer Wald