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Konfliktmanagement

Wolf und Luchs sind streng geschützt. Diese rechtliche Grundlage repräsentiert einen gesellschaftlichen Wert. Gleichzeitig wollen und sollen aber die Betroffenen mit ihren Bedenken und Einschränkungen, die sie durch die Tiere erfahren, nicht allein gelassen werden. Für die Konflikte, die sich aus dieser Situation ergeben, gilt es einen konstruktiven Umgang zu finden.

Was kann also getan werden? In Baden-Württemberg sind sich die mit dem Thema befassten Institutionen und Verbände einig, dass ein langfristig erfolgreiches Management der Großraubtiere nur dann möglich ist, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten. Dazu gehört auch, das spezifische Wissen und die Alltagserfahrungen der Akteurinnen und Akteure vor Ort und in den Verbänden in das Management mit einzubeziehen und besonders den Betroffenen mehr Mitsprache- und Entscheidungsmöglichkeiten im Raubtiermanagement einzuräumen. Dafür müssen die verschiedenen Gruppen miteinander in Kontakt treten und sich über ihre unterschiedlichen Ziele und Wertevorstellungen in Bezug auf Großraubtiere austauschen. Erst wenn Verständnis für die gegenseitigen Interessen und Probleme unter den Akteurinnen und Akteuren vorhanden ist, ist es möglich, dass diese an gemeinsamen und langfristig tragfähigen Lösungen arbeiten. Nicht zuletzt braucht es auch Transparenz und offenen Austausch, um die Bevölkerung und die Betroffenen über den Umgang mit den Tieren aufzuklären.

All diese Ziele verfolgt das Transfer- und Kommunikationsprojekt Großraubtiere (siehe auch Hintergründe), in dessen Rahmen sogenannte regionale Foren eingerichtet sind und werden. Hier wird unter Beteiligung möglichst aller Akteurinnen und Akteure über gemeinsame Managementstrategien nachgedacht.

Quellen:
Lüchtrath A. (2011): Bewertung von Bestrebungen zum Schutz großer Beutegreifer durch betroffene Bevölkerungsgruppen am Beispiel des Luchses. Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften. Freiburg, Albert-Ludwig Universität

Konzept Luchs Schweiz

  • Grossraubtiere in Baden-Württemberg
Das schweizer Luchs-Konzept vom 21. Juli 2004 dient als Leitfaden auf Landesebene und regelt die behördlichen Zuständigkeiten bei Luchsfragen in der Schweiz. Es werden Empfehlungen gegeben, was Tierhalter im Falle eines Risses tun können, um den Verlust finanziell auszugleichen und wie mit problematischen Luchsen umgegangen werden kann. weiterlesen...
Artikel erschienen am: 10.12.2013 - Kommentare (0)

Gemeinsame Grundsätze der Verbände zur schweizer Grossraubtierpolitik

  • Grossraubtiere in Baden-Württemberg
Die vier Verbände JagdSchweiz, Pro Natura, Schweizerischer Schafzuchtverband und WWF Schweiz haben sich auf gemeinsame Grundsätze, Ziele und Handlungsfelder in der schweizerischen Grossraubtierpolitik geeinigt. Sie verpflichten sich zu einer lösungsorientierten Zusammenarbeit. weiterlesen...
Artikel erschienen am: 10.01.2013 - Kommentare (0)

Schulung für den Umgang mit Konflikten um Luchs und Wolf

  • Grossraubtiere in Baden-Württemberg
Im Rahmen des Projektes "Transfer- und Kommunikation zum Umgang mit Großraubtieren in Baden-Württemberg" veranstaltet die FVA gemeinsam mit der Universität Freiburg regelmäßig kostenlose Schulungen für alle Wildtierbeauftragten und geschulten Personen im Wildtiermonitoring. weiterlesen...
Artikel erschienen am: 10.12.2012 - Kommentare (0)

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Weiterführende Information

Mehr zu dem hier vorgestellten Thema finden Sie unter:

Dissertation von A. Lüchtrath
Universität Freiburg (2011)

© 2016 - ein Kooperationsprojekt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) unter Beteiligung von Jagd-, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden

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Luchs und Wolf in Baden-Württemberg, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Schwäbischer Wald