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Portrait - der Europäische Grauwolf

Seit einigen Jahren lebt der Wolf wieder in Deutschland, genauer gesagt der Europäische Grauwolf (Canis lupus lupus). Er gehört der Gattung der echten Hunde (Canis) an. Im Körperbau und seinen Proportionen ähnelt er dem Deutschen Schäferhund, ist aber meist größer und auffällig langbeinig. Der Kopf ist breiter als der eines Hundes und die Augen sind leicht schräg gestellt, die Rute wird in entspannter Haltung hängend getragen. Die Fellfärbung ist grau, mit teilweise gelblichem oder bräunlichem Einschlag und oft mit einem dunklen Sattel auf Rücken und Schultern. Aus der Distanz vermischt sich die Färbung zu einem grauen Gesamteindruck. Im Vergleich zum Schäferhund hat der Wolf kleinere und immer aufrecht stehende Ohren, eine helle Wangenpartie und eine lange Schnauze.

Das Gewicht liegt zwischen 30 und 50 kg, wobei die Fähen im Durchschnitt 15 bis 20 Prozent leichter und kleiner sind als die Rüden. Mit ihren langen Beinen können Grauwölfe sich ohne Ermüdungserscheinungen stundenlang mit 10 km/h fortbewegen. Ihre Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h stehen sie aber nur wenige Minuten durch und im Extremfall können sie auch kurze Sprints mit 60 km/h zurücklegen.

Die Lebenserwartung der Wölfe liegt bei ca. zehn bis 13 Jahren, in Gefangenschaft wurde das Höchstalter von 17 Jahren erreicht. Die Wolfseltern eines Rudels gebären jedes Jahr zwischen zwei und acht Welpen. Diese große Zahl der Jungen wird aber durch eine hohe Jugendsterblichkeit reduziert. So sterben etwa 60 Prozent schon vor oder während ihres ersten Winters. Von diesem dezimierten (und häufig durch den Winter geschwächten) Bestand kommen nochmals etwa 45 Prozent als Jährlinge ums Leben. Das bedeutet einen Rückgang von etwa drei Viertel des ursprünglichen Wurfes. Gründe dafür sind Verhungern und auch Erfrieren (Welpen können in den ersten Tagen ihre Temperatur noch nicht selbst regulieren). Später spielen dann vor allem Verkehrsunfälle, Krankheiten, Abschüsse und auch Verletzungen durch andere Wölfe und wehrhafte Beutetiere eine Rolle.

Die Sinneswahrnehmung der Wölfe ist verglichen zum Menschen hervorragend ausgebildet. Wölfe sind Augentiere, die selbst kleinste Bewegungen auch in großer Entfernung wahrnehmen können. Sie jagen vorzugsweise am Tag, besitzen aber auch eine gute Nachtsicht. In Europa haben sich Wölfe, durch den Jagddruck bedingt angewöhnt, überwiegend in der Nacht zu jagen. Neben den guten Augen besitzen Wölfe einen ausgezeichneten Geruchssinn. Das Riechepitel (Fläche der mit Riechzellen bestückten Schleimhaut in der Nase) mit 130 cm² (beim Menschen fünf cm²) befähigt sie, Menschen, Tiere und Artgenossen auf eine Entfernung von zwei Kilometern zu erkennen. Auch das Gehör ist hochentwickelt. Die beweglichen Ohrmuscheln, die auch im Schlaf nie ganz still stehen, erlauben nicht nur eine genaue Lokalisierung der Lautquelle, sondern auch die Wahrnehmung der im Ultraschallbereich liegenden Laute von Kleinnagern bis 40 Kilohertz.

Für weitere Informationen zum Wolfsportrait empfehlen wir Ihnen die Seite der Wolfsregion Lausitz.

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Portrait Grauwolf - Wolfsregion Lausitz

Unterschied Wolf/Hund - Wolfsregion Lausitz

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Luchs und Wolf in Baden-Württemberg, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Schwäbischer Wald